Toleranz Online

Simon Schnetzer
Toleranz Online –  eine Jugendstudie über Respekt, Sicherheit und Freiheit im Internet
Diplomica Verlag 2014
48 Seiten
29,99 € (Print)
16,99 € (E-Book)

www.toleranzonline.de

9783842890824-orgJugend im Global Village

Welche Chancen und Risiken sehen Jugendliche in Bezug auf das Internet? Wie tolerant wird mit der Meinungsäußerung anderer umgegangen? Wie kann das Internet im zwischenmenschlichen Umgang respektvoller werden?

Die Studie Toleranz Online, die seit dem 19.02.2014 im Handel erhältlich ist, verwandelt den gesichtslosen, digitalen Raum in einen sozialen und untersucht diesen als Forum der Meinungsäußerung von jungen Menschen zwischen 14 und 34 Jahren.

Als von Google gesponsertes Open Science Projekt beruht die von Simon Schnetzer geleitete Studie auf öffentlicher Beteiligung, wurde transparent und partizipativ durchgeführt und soll dadurch ungefilterte Ergebnisse liefern. Repräsentativ ist die Studie, an der sich von Dezember 2012 bis Juni 2013 insgesamt 872 junge Menschen beteiligten, aufgrund der Zufälligkeit der Stichprobe zwar nicht, liefert durch eine Verschränkung von quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden jedoch einen nicht zu unterschätzenden Erkenntnisgewinn.

Neben Statistiken, die auf der Auswertung teilstandardisierter Online-Fragebögen beruhen, sind auch Interviews, die deutschlandweit von den Initiatoren der Studie während eines Road Trips gesammelt wurden, Bestandteil der Studie. So werden nicht nur die Pros und Contras im täglichen Umgang mit dem Internet ermittelt (Stärkung der politischen Teilhabe und Meinungsäußerung, Crowdfounding etc. vs. Datenschutz, Diskriminierung, fehlende Aufklärung im Umgang mit Darknet und Cybermobbing), sondern auch persönliche Geschichten erzählt. Vom U13-jährigen Gamer von Mittelalterspielen, dessen arabische Herkunft anders als im Alltag im Internetforum keine Rolle spielt, oder einer Transperson, die über ihre negativen wie auch über empowernde Erfahrungen spricht – Toleranz Online wirft einen Blick hinter die Zahlen, geht reflektiert mit Differenzkategorien wie Geschlecht, religiöser oder kultureller Zugehörigkeit um und fächert ein buntes Spektrum an Meinungen auf.

Sprachlich weist sie eine große Nähe zur Lebenswirklichkeit junger Menschen auf und widerspricht nicht zuletzt auch durch ihr schickes Layout dem Bild der trockenen Sozialstudie.

Hannah Zipfel

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s