Zine of the Day: Mini-Comic

Mini ComicsDie Mini-Comics von Anna Heger sind jedes für sich eine Freude für Auge, Finger und Hirn. Auf einem kunstvoll gefalteten Blatt Papier illustriert die Autorin knapp und treffend große theoretische Zusammenhänge der Geschlechtertheorie, z. B. über die Allegorie mit Kürbissen und Spinat.

Mehr Infos zu den Mini-Comics: annaheger.wordpress.com

www.stolensharpierevolution.org/international-zine-month

#IZM2015 #Zines #Fanzines #Zineoftheday #Jugendkulturen #Comic –

Almut Sülzle

Zine of the Day: Heulsuse

Heulsuse

Heulsuse #7, 1995

Die Heulsuse aus Schwerin erschien in unterschiedlichen Formaten und kein Umschlag dieses Literatur-Zines gleicht dem anderen. Das macht jedes Heft zu einem Einzelstück und zeigt, wie viel Leidenschaft und Herzblut manche Herausgeber_innen in die Gestaltung ihres Fanzines stecken.

http://www.stolensharpierevolution.org/international-zine-month

#IZM2015 #Zines #Fanzines #Zineoftheday #Jugendkulturen #Literatur

Christian Schmidt (Zine Nerd)

Zine of the Day: Kalpa Vrikscha

Der Juli ist International Zine Month. Das Archiv der Jugendkulturen zeigt aus diesem Anlass ausgewählte Objekte aus seiner Fanzine-Sammlung.

Heutiges Zine of the Day: Kalpa Vrikscha (BRD 1996)

Vorgestellt von: Tanja

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Kalpa Vrikscha #4, 1996

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Kalpa Vrikscha #5, 1996

Das Kalpa Vrikscha #4/5 (zwei Ausgaben als Splitzine) vom Sommer 1996 ist mir in unserem Bestand von Berliner Punkfanzines besonders aufgefallen. Wir haben noch ein paar mehr Ausgaben dieses „Spiritual Search for the Truth Fanzines“, wie es sich selbst im Untertitel bezeichnet. Es erschien als vierte Veröffentlichung des MALOLA Publishers Verlags und beschäftigt sich inhaltlich vollkommen Punk-untypisch mit Krishna Halsketten, Bhagadvad Gita Lectures, Bhakti, aber auch mit Hardcore-Bands aus Argentinien und Italien sowie Veganismus. Was ich an diesem Zine so besonders finde? Mir war bis dahin gar nicht bewusst, dass es mal eine Szene gab, in der Hare Krishna, Hardcore und Straight Edge miteinander kombiniert wurden. In meiner Welt der Schubladen hätte ich indische Spiritualitäts- und Identitätskonzepte und Hardcore nie zusammengebracht.

Wer selbst einmal in diesem oder anderen Fanzines blättern und lesen will, ist herzlich eingeladen, uns in den Archiv-Räumlichkeiten in Berlin-Kreuzberg zu besuchen.

Mehr Infos zum Archiv der Jugendkulturen unter: www.jugendkulturen.de

Mehr Infos zur Fanzine-Sammlung des Archivs der Jugendkulturen unter: jugendkulturen.de/fanzines.html

Mehr Infos zum International Zine Month unter: www.stolensharpierevolution.org/international-zine-month

#IZM2015 #Zines #Fanzines #Zineoftheday #Jugendkulturen #Harekrishna #Hardcore

Tanja Ehmann

Zine of the Day: ANDROmeda

Der Juli ist International Zine Month. Das Archiv der Jugendkulturen zeigt aus diesem Anlass ausgewählte Objekte aus seiner Fanzine-Sammlung. Mitarbeiter_innen des Archivs stellen Euch in diesem Monat ein für sie besonderes Exemplar aus der Sammlung vor.

Heutiges Zine of the Day: ANDROmeda (BRD 1955 / 1957)

Vorgestellt von: Christian (Zine Nerd)

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Andromeda #1, 1955

Die Geschichte der Fanzines lässt sich bis zu den Amateur-Publikationen US-amerikanischer Science-Fiction-Fans der 1930er Jahre zurückverfolgen. Von dort aus verbreitete sich die Idee der selbstverlegten Fan-Zeitschriften auch auf die Science Fiction-Szenen in Kanada, Australien und in Europa. Während Science-Fiction-Fans in Großbritannien und Irland bereits vor dem Zweiten Weltkrieg erste Fanzines veröffentlichten, erschienen die ersten deutschsprachigen Science-Fiction-Fanzines erst zehn Jahre nach Kriegsende.

Im September 1955 gab der kurz vorher gegründete Science Fiction Club Deutschland (SFCD) die erste Ausgabe seines Fanzines ANDROmeda heraus. Sie war zugleich auch die erste Ausgabe eines Fanzines in deutscher Sprache. Dieses Heft trat damit die Entwicklung einer eigenen Fanzine-Kultur im deutschsprachigen Raum los und diente in den nachfolgenden Jahren als Vorlage für weitere Science-Fiction-Fanzines. ANDROmeda #1 existiert in unserer Fanzine-Sammlung „nur“ als Fotokopie. Originale dieser ersten Ausgabe gibt es heute kaum noch. Die älteste Original-Ausgabe im Archiv-Bestand ist die 13. Ausgabe von Andromeda (mit nun veränderter Schreibweise). Sie erschien im September 1957 und ist vermutlich das älteste Fanzine in unserer Sammlung. Trotz heftiger interner Konflikte in der Vergangenheit existiert der Science Fiction Club Deutschland übrigens heute noch und kann mittlerweile auf eine 60-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Auch das Andromeda erscheint weiterhin und ist damit das wohl älteste Fanzine im deutschsprachigen Raum.

Andromeda_13

Andromeda #13, 1957

Mehr Infos zum Science Fiction Club Deutschland und zum Andromeda unter:
www.sfcd.eu
www.charlys-phantastik-cafe.de/fandom/SFCD-history/SFCD.htm

Wer selbst einmal in diesem oder anderen Fanzines blättern und lesen will, ist herzlich eingeladen, uns in den Archiv-Räumlichkeiten in Berlin-Kreuzberg zu besuchen.
Mehr Infos zum Archiv der Jugendkulturen unter:
www.jugendkulturen.de

Mehr Infos zur Fanzine-Sammlung des Archivs der Jugendkulturen unter:
jugendkulturen.de/fanzines.html

Mehr Infos zum International Zine Month unter:
www.stolensharpierevolution.org/international-zine-month

#IZM2015 #Zines #Fanzines #Zineoftheday #Jugendkulturen #Sciencefiction #SFCD

Christian Schmidt