Extrem is mus(s)?

Veranstaltungsreihe zu Jugend, Protest und Politik

Diese Woche startet der zweite Teil unserer Veranstaltungsreihe „Extrem is mus(s)“. Am Freitag findet als Auftakt eine Veranstaltung zum Thema Populismus in Europa statt, ab 15 Uhr im Jugendkulturzentrum Linse in der Parkaue 25 in Berlin-Lichtenberg. Anmeldung gerne an linse@sozdia.de.

Weitere Veranstaltungen drehen sich um die Aneignung des öffentlichen Raumes, um politische Satire und um radikalen Protest. Ergänzend gibt es Workshop-Angebote für Jugendliche ab 12 Jahren zu den Themen Graffiti, Poetry Slam und Rap. Diese Veranstaltungen und Workshops finden im Archiv der Jugendkulturen, Haus A, in der Fidicinstr. 3 in Berlin-Kreuzberg statt. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei, Anmeldungen bitte an archiv@jugendkulturen.de.

Ausführliche Informationen zu allen Veranstaltungen und Workshops finden Sie hier.

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White Brothers With No Soul

Wie der Berliner Techno weiß wurde

Ein Vortrag von Prof. Dr. Alexander G. Weheliye, Northwestern University, USA, African American and Diaspora Studies am 10. April 2014, 19:00 – 21:00

Im Rahmen der Sonderausstellung „Von G.I. Blues zu G.I. Disco. Der ‚American Way of Music‘ in Deutschland“ beschäftigt sich Alexander Weheliye mit der multikulturellen Vorgeschichte des Techno im West-Berlin der 1980er Jahre.

In vielen zeitgenössischen filmischen, journalistischen, und wissenschaftlichen Dokumentationen über die Entstehung der Berliner Technoszene um und nach der Wende wird diese oft als ein weißes und „teutonisches“ Phänomen dargestellt. Das Ausklammern des Einflusses von schwarzer Musik in der damaligen Berliner Clubszene ermöglicht es Kommentatoren eine Mythologisierung zu etablieren, die sich reibungslos in die Euphorie der Wiedervereinigung einfügt. Somit erscheint der Techno, trotz seiner Wurzeln in der afroamerikanischen Musik, rückblickend als Soundtrack des Zusammenschlusses von weißen Brüdern ohne Soul in Ost und West Deutschland. Prof. Weheliye betont in seinem Vortrag die ethnische und musikalische Vielfältigkeit der Berliner Musiklandschaft. Speziell beleuchtet er die wichtige Rolle der G.I. Clubs und die Musiksendungen des Soldatensenders AFN für Berlins Musik- und Clubkultur zwischen 1960 und 1990.

Im Anschluss an den Vortrag führt das DJ-Duo G.I. Disco (Kalle Kuts und Daniel W. Best) durch die Sonderausstellung.

Veranstaltungsort: AlliiertenMuseum, Outpost Theater, Clayallee 135, 14195 Berlin

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des AlliiertenMuseums mit G.I. Disco und dem Archiv der Jugendkulturen e. V.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

www.alliiertenmuseum.de
www.facebook.com/gidisco

Fachtag zu Antisemitismus

Fachtag zu Antisemitismus mit Konzert von Esther Bejarano & Microphone Mafia am 25.03.2014

Am 25. März 2014 findet im Pfefferberg in Berlin der Fachtag unseres Projektes „New Faces – Mit Kultur und Medien gegen Antisemitismus“ zum Thema „Antisemitismus und andere Menschenfeindlichkeiten“ statt. Auf dem Programm stehen ein Vortrag von Prof. Dr. Andreas Zick (Leiter des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld), eine New-Faces-Projekt- und Ausstellungspräsentation sowie Praxis-Workshops zu Graffiti / Street Art, Comic und Rap. Beginn ist 10:00 Uhr.

Im Abendprogramm ab 19:00 Uhr liest die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano aus ihrem Buch „Erinnerungen. Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen Rechts“. Im Anschluss gibt es ein Konzert von Esther Bejarano zusammen mit der Kölner Hip-Hop-Formation Microphone Mafia.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 22. März an giuseppina.lettieri@jugendkulturen.de, zum ausführlichen Programm geht es hier.

New Faces – mit Kultur und Medien gegen Antisemitismus wird gefördert von: