Subkultur Westberlin

Wolfgang Müller
Subkultur Westberlin 1979-1989 – Freizeit
Philo Fine Arts 2013
600 Seiten
24 €

4e6b4a833eDie Berliner Technoszene und das Szeneleben in der Zeit nach dem Mauerfall wurden in den letzten Jahren ausführlich thematisiert – beispielsweise in Felix Denks und Sven von Thülens Klang der Familie oder in Ulrich Gutmairs Die ersten Tage von Berlin –, in Subkultur Westberlin geht es dagegen um die Zeit vor 1989, um die Zeit, bevor Techno zur wichtigsten deutschen Jugendkultur wurde und Berlin zum Nabel dieser Bewegung. Der Autor, Wolfgang Müller, Mitbegründer der Band Die Tödliche Doris, erzählt seine Sicht auf die Geschichte des Westberliner Untergrunds, auf die Geschichten der Kunst-, Politik-, Punk- und queeren Szenen, und bewegt sich dabei zwischen besetzten Häusern und Kunstgalerien, zwischen dem Punkclub SO36 und dem Merve-Verlag. Seine eigene Biographie und die Entwicklung seiner Band bildet dabei den Rahmen, in dem unendlich viele kleine und größere Anekdoten mit Protagonist_innen dieser Zeit eingebettet sind – Blixa Bargeld und die Einstürzenden Neubauten, Iggy Pop, Martin Kippenberger und Ratten-Jenny, Gudrun Gut etc. Es tauchen aber auch schon einige der zentralen Figuren der sich später bildenden Technoszene auf – Westbam, Dimitri Hegemann (Tresor), Dr. Motte (Loveparade) oder Mark Ernestus (Hard Wax, Basic Channel), wodurch die Wurzeln der Berliner Technoszene in der „alten“ Westberliner subkulturellen Szene deutlich werden.

Daniel Schneider

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